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KW: Das stimmt genau. Ich glaube wirklich, dass das der Fall ist. Und es ist gewissermaßen wechselseitig unterstützend, wenn die eigene innere Erkenntnis und die Erfahrung der Menschen dies bestätigen; denn es ist gewiss meine eigene Erfahrung, aber es ist augenscheinlich auch das Produkt einer philosophischen Orientierung. Und jetzt durchdenken wir gründlich, was einige dieser Sachen in Verbindung mit deiner eigenen spirituellen Praxis und deinem spirituellen Gewahrsein bedeuten. AC: Bevor ich mit deinen Vorstellungen über dieses Thema vertraut war, hatte ich angenommen, dass diese Ebenen und das Potenzial, das ich intuitiv erfasste, bereits existierten. Und dann wurde mir klar: "Nein, sie existieren potenziell, und daher existieren sie noch nicht wirklich, weil nämlich noch nicht ausreichend viele Menschen jene Entwicklungsebene erreicht haben." KW: Genau so sehe ich es auch. Und dieses Verständnis erlaubt uns, eine enorme Menge metaphysischen und ontologischen Ballast loszuwerden, der nicht nur überflüssig ist, sondern die spirituelle Orientierung hinsichtlich der modernen und postmodernen Welt beeinflusst. Denn die moderne und postmoderne Welt hat sehr starke Argumente gegen die Existenz ontologischer und metaphysischer Strukturen entwickelt. Und sie existieren ja auch tatsächlich nicht. Allerdings kann man immer noch wirklich alles, was man für eine umfassende integrale Spiritualität braucht, daraus ableiten, ohne jedoch jenen Ballast zu benutzen. Wenn wir also die Ebenen, wie sie durch Spiral Dynamics definiert worden sind, als Beispiel nehmen, so können wir sagen: wenn die niedrigeren Ebenen Aber wenn man bis zu Türkis und Koralle* aufsteigt AC: Richtig. KW: Das ist also sehr interessant. Und dann gibt es sogar noch höhere Ebenen, aber jene sind nur gewaltige Potenziale in den subtilen, kausalen und nichtdualen Bereichen. AC: Was daran so faszinierend ist und das Ganze unendlich befriedigender macht als der traditionelle Zugang, ist die schockierende Erkenntnis, dass wir diese Bewusstseinsebenen tatsächlich erschaffen, und in einem evolutionären Kontext ist es natürlich unglaublich dringlich, dass wir dies tun. Es wird nicht von selbst geschehen, weil diese Ebenen noch nicht existieren! KW: Völlig richtig. AC: Und was könnte die Bedeutung des spirituellen Impulses klarer machen als die Erkenntnis, dass unsere bewusste Mitwirkung an der Entwicklung des Bewusstseins unabdingbar ist? Was könnte für den erwachenden Menschen auf der emotionalen, intellektuellen, philosophischen und spirituellen Ebene sinnvoller und überzeugender sein? Wenn wir annehmen, dass diese Ebenen bereits existieren, dann lassen wir die entscheidende Rolle, die wir bei der tatsächlichen Erschaffung dieser Ebenen spielen, vollkommen außer Acht. Und dies ist doch der faszinierendste Teil des Ganzen KW: Ja, es ist tatsächlich ein Co-Kreieren, denn genau da, an der schäumenden, brodelnden, chaotischen, gerade in Erscheinung tretenden äußersten Spitze der Entfaltung des Geistes, da ist Leela, das kreative Spiel. Und das einzig Nötige ist natürlich, dass alles, was auftauchen mag, seine Vergangenheit transzendieren und einschließen muss, weil das vergangene Formen des Geistes sind. Moleküle tauchen auf, sie transzendieren und schließen Atome ein, Atome wiederum schließen Quarks ein und so weiter. Wir müssen also die Vergangenheit einschließen, und das wird Liebe genannt. Aber von der anderen Seite aus betrachtet bringt man jedes Mal, wenn man diese Art von Erfahrungen hat, die äußerste schöpferische Spitze herunter. AC: Genau. Wenn wir davon sprechen, die schöpferische äußerste Spitze herunter zu bringen KW: Ich glaube, genau so geschieht es. AC: Ich habe diese Art von Erfahrung schon relativ lange, aber kürzlich haben viele meiner Schüler dieselbe Erkenntnis als ihre kollektive Erfahrung beschrieben. Sie stellen immer wieder fest, dass dieses Ding, wenn sie ihm ihre Aufmerksamkeit schenken, beginnt, sich ihnen mitzuteilen, und in Folge dessen entwickeln sie sich weiter KW: Das stimmt genau. Du kannst ein gedankliches Experiment machen, indem du fünfzigtausend Jahre zurückdenkst, wo jeder auf einer viel früheren Entwicklungsebene ist, etwa auf Beige oder Purpur. Purpur ist die evolutionäre Spitze jener Zeitphase, und dennoch gibt es kleine Gruppen von Menschen, die schon mit der nächsten Ebene Erfahrungen machen, das wäre dann Rot. Und Rot ist zu der Zeit noch nicht ganz ausgeformt, daher gibt es noch viele verschiedene Richtungen, in die Rot gehen kann. Es muss nur Purpur und Beige transzendieren und einschließen
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