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Schon mal so ein "komisches Gefühl" im Bauch gehabt? O.K., dumme Frage. Die meisten kennen das, nicht wahr? Tatsächlich belegen Statistiken, dass annähernd 50 % der Menschen schon mal eine instinktive Vorahnung von etwas hatten, das später wirklich eingetroffen ist. Angesichts solcher Statistiken könnte man meinen, die Wissenschaft hätte schon seit langem keinen sehnlicheren Wunsch, als die Vorgänge in den menschlichen Eingeweiden zu verstehen. Na ja, seit kurzem zumindest scheint sich bei einigen Forschern der Verdacht zu regen, dass unterhalb der Gürtellinie nicht alles so ist, wie es den Anschein hat. Der Parapsychologe Dean Radin, Autor von The Conscious Universe, widmet sich sogar der Frage, ob unsere Eingeweide nicht über eine "Wahrnehmungsintelligenz" verfügen–eine Intelligenz, die all diese Vorahnungen erklären könnte. Wie bitte? Der Bauch soll intelligent sein? O.K., bis ins MIT (Massachusetts Institute of Technology) werden Sie damit wohl nicht kommen, aber allem Anschein nach hat der Kopf doch einen Konkurrenten, oder zumindest einen kleineren Bruder. Nach Radin belegen Forschungsergebnisse die zunehmende Gewissheit, dass Menschen mehr als nur ein Gehirn haben, dass es da unten eine "Verdichtung von Nervenzellen" gibt, die auf die Existenz einer "Bauchintelligenz" schließen lässt. Und das Bauchgehirn scheint auch, wie Sie sich vielleicht vorstellen können, ganz eigenständige Reaktionen und "Gefühle" zu haben. Tatsächlich hat es manchmal sogar eine andere Meinung zu den Dingen als der "große Bruder" oben. Wer hätte gedacht, dass zwischen zwei Mahlzeiten so viel los sein kann! Radins Untersuchung hat zudem überraschende Erkenntnisse darüber geliefert, wie wahrnehmungsfähig das Bauchgehirn tatsächlich sein kann: Bei einem Experiment am Institute of Noetic Sciences (IONS), das mit 26 Testpaaren durchgeführt wurde, zeigte Radin einer Testperson, dem "Sender", acht Minuten lang Videobilder, die aus vier Segmenten bestanden: Glück, Ärger, Trauer und neutralen Gefühlen (ohne Bilder). In 20 Meter Entfernung wurde eine zweite Person, der "Empfänger", in einem Raum eingeschlossen. Mit Hilfe von Elektroden wurden Herzschlag, Hautreaktionen und Bauchmuskulatur überwacht. Dann versuchte der Sender, Bilder an den Empfänger zu übermitteln. Die Ergebnisse waren überzeugend. Marilyn Schlitz, die Forschungsdirektorin des IONS, sagt: "Wir sehen nun, dass der Bauch ein sehr sensibles Organ ist–sogar wenn Sie sich in einem anderen Raum aufhalten als ich, spürt mein Bauch, wenn Sie ein besonders beeindruckendes Bild sehen und emotional darauf reagieren. Also kann Ihr Zustand tatsächlich meinen Zustand beeinflussen." Beeindruckend! Unser Bauchgehirn ist also nicht nur empfindsam, obendrein scheint es auch telepathische Fähigkeiten zu haben. So aufregend diese Ergebnisse wirken, welche Beweise von übersinnlichen Vorgängen zwischen Menschen liefern–schließlich bestätigen sie wohl auch unseren guten alten "gesunden Menschen-ver-stand". Im Verlauf von Radins Experimenten zeigte sich der stärkste Effekt auf den Empfänger, wenn dem Sender Abbildungen von Nahrungsmitteln gezeigt wurden. Bei all dieser Empfindsamkeit, all dieser hellseherischen Kraft–wofür interessiert sich unser Bauch nun wirklich? Welch eine Überraschung: das Mittagessen!
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