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1 | 2 Einleitung In unserem kulturellen Milieu ist das traditionelle Modell der Lehrer-Schüler-Beziehung für viele ein Relikt der Vergangenheit. Schließlich hat die Postmoderne hart genug kämpfen müssen, um sich aus den engen Bindungen von Religion und religiöser Autorität zu befreien. In einer Zeit beispielloser persönlicher Freiheit können sich auch diejenigen, die sich zu einem spirituellen Leben hingezogen fühlen, nur schwer vorstellen irgendjemand anderem persönlich verpflichtet zu sein. Deshalb gibt es nur wenige Zeitgenossen, insbesondere bei uns im Westen, deren Leben und Werk die Überzeugung zugrunde liegt, dass man sein menschliches Potenzial nur voll verwirklichen kann, indem man sich einem anderen unterordnet, sich von ihm führen lässt und damit in eine Art Schülerschaft eintritt. Diese Überzeugung findet sich klar und unmissverständlich bei dem Philosophen, spirituellen Lehrer und Buchautor Dr. Dario Salas Sommer. Salas, der unter dem Pseudonym John Baines acht Bücher veröffentlicht hat, ist ein besonders passionierter Befürworter der Lehrer-Schüler-Beziehung. Er hat eine als Hermetik bekannte mystische Lehre, die in den Tempeln des antiken Griechenlands entstanden ist und durch lebendige Übertragung vom Meister zum Schüler von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde, wieder zum Leben erweckt. Die Hermetik, die über die Jahrtausende in den innersten Zirkeln geheimer Bünde praktiziert und bewahrt wurde, hat viele der westlichen Mysterienschulen inspiriert, darunter die Rosenkreuzer, die Freimaurer und die Theosophie. Nun hat Salas die Essenz dieser Lehre für unser postmodernes Zeitalter wiederbelebt.
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