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Puls


Ist den globalen Führungskräften, Vordenkern, Lehrern und Mystikern auf der Spur
 

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Denk-Fernsehen!

Kann Fernsehen denken? Gerd Scobel ist davon überzeugt und hat gleich ein Motto daraus gemacht: "Kultur ist Unterhaltung – aber mit Erkenntnisgewinn." Als leitender Kopf und Moderator des Denk-Magazins delta hat er den Beweis angetreten und eine der wenigen TV-Oasen geschaffen, in der Unterhaltung und Erkenntnis sich nicht aus dem Weg gehen. Mit einer Mischung aus Dokumentarfilm und Live-Diskussion geht der studierte Philosoph und Theologe aufs Ganze und wagt sich an Themen wie "Menschenrechte im 21. Jahrhundert", "Zukunft des Lebens", "Wie kommt der Mensch zur Sprache?" "Außerirdisches Leben" oder "Wie das Gehirn Gott erschuf – Neurotheologie in der Diskussion". Zu seinen Gästen zählen nicht nur namhafte Wissenschaftler, sondern auch immer wieder spirituelle Lehrer wie Willigis Jäger und der Religionswissenschaftler Michael von Brück.
Und das ist doch erfreulich, angesichts der intellektuellen Grabenkämpfe, die sonst mit denkendem Fernsehen assoziiert werden. Delta dagegen will Brücken schlagen: "zwischen Philosophie und Politik, Wissenschaft und Kunst, Technik und Ethik, gesellschaftlicher Entwicklung und individueller Lebensweise", so das Statement auf der Website der Sendung.
Scobel erhielt für die redaktionelle Arbeit und Moderation von delta und der Kult(ur)sendung Kulturzeit mehrere Auszeichnungen (darunter den begehrten Grimme-Preis). In einem Interview über seine Mitarbeit beim besinnlichen Sonntagsfernsehen TV fürs Leben wagt er sich auch an die umkämpfte Grenze zwischen säkularer Gesellschaft und Religion: "Könnte es nicht sein, dass es doch etwas gibt, das nur der Religion eigen ist und das dennoch für die Gesellschaft als Ganzes und für den Einzelnen Bedeutung hat?" Und auch im Denk-Fernsehen delta lässt er Gott nicht außen vor, sondern bringt ihn immer wieder ins Gespräch mit der Wissenschaft. Scobel möchte im unübersichtlichen TV-Dschungel von Sensation und Entertainment ‚Orientierungshilfe’ leisten. Und die können wir gut gebrauchen.

Tokio Peace Foundation umarmt amerikanischen Aktivisten

Für die Verleihung ihres Friedenspreises wählt die Goi Peace Foundation of Japan jedes Jahr einen herausragenden Menschen oder eine Organisation aus. Der Empfänger dieser Auszeichnung im Jahre 2006 war der Autor und Aktivist Duane Elgin, der auch schon häufiger in WIE zu Wort kam. Als Begründung für ihre Entscheidung nannte die Stiftung Elgins "außerordentlichen Beitrag zur Förderung neuer Visionen, eines neuen Bewusstseins und einer neuen Lebensweise, die der Erschaffung einer neuen Zivilisation dienen".
Für Elgin, dem Autor von Ein Versprechen für die Zukunft, ist dies eine wohlverdiente Anerkennung. Als ausdrucksstarker Redner, dem es sehr wichtig ist mit seinen Zuhörern in Kontakt zu sein, scheut sich Elgin nicht, die heikle Lage unseres Planeten und unsere Verantwortung dafür anzusprechen. Dennoch schafft er es gleichzeitig, einen leidenschaftlichen Optimismus zu vermitteln und den Glauben an die Fähigkeit der Menschheit, sich zusammenzuschließen, um Lösungen für die Krise zu finden.

Duane Elgin

Obwohl es Elgins erster Besuch in Japan war, ist ihm die japanische Philosophie keineswegs fremd. In seiner Ansprache nach Erhalt der Auszeichnung bei der Verleihungszeremonie in der Bunkyo Civic Hall in Tokio sagte Elgin dem Publikum, dass das japanische Ästhetik-Konzept Wabi-Sabi ihn lehrte, dass "bescheidene Dinge, mit ihrer eleganten Einfachheit, eine tiefere Schönheit und ein tieferes Geheimnis des Universums enthüllen können", und damit eine der Inspirationen für seinen 1981 erschienenen Bestseller Voluntary Simplicity war. Zudem betonte er auch, dass die japanische Zen-Lehre ihm geholfen hätte, die Kraft eines erwachten Geistes zu schätzen.
Als Gegenleistung bot Elgin ebenfalls etwas kulturelle Bereicherung. Bei einer Ansprache am Vortag der Zeremonie zeigte er vor Jugendlichen aus aller Welt, die an dem Treffen teilnahmen, ein Video über Menschen, die in den Straßen amerikanischer Städte kostenlose Umarmungen anbieten. Nachdem Elgin am nächsten Tag seinen Preis in Empfang genommen und seine Rede gehalten hatte, rief einer dieser Jugendlichen: "Gruppen-Umarmung!", und bevor er sich versah, war Elgin auf der Bühne von Hunderten sich umarmender Menschen umringt.

Britpop mit integraler Message: "Evolve or Die"

Neue Töne sind in den rauchigen Clubs Englands zu hören. Obwohl der Sound vielleicht nicht ganz so neu ist, die Texte sind es auf jeden Fall. Vier Jungs aus Bristol – Timothy Hurford, Matt Bane, Luke Barter und Howlin Lord – lassen die vergessene Kunst der psychedelischen Rock-Musik wieder aufleben, mit post-postmodernen Texten und einer transironischen, rückhaltlosen Leidenschaft für spirituelle Evolution. Sie nennen sich The Transpersonals und sind eine Band mit der Mission, das Bewusstsein unserer Zeit zu verändern.

Britpop

"Die Band verfolgt die Absicht, die transpersonale Vision durch das Medium populärer Kultur spannend und zugänglich zu machen", erklärten sie WIE kürzlich. "Es gibt heute, so glauben wir, eine wachsende spirituelle Bewegung, die in der ewigen Philosophie verwurzelt ist, und für die (z. B. durch Spiral Dynamics und integrale Philosophie) ein solides Fundament errichtet wird, das bisher unvereinbare Ansichten verbinden kann." Das bescheidene Ziel der Band ist, "eine inspirierende Einladung für all jene zu sein, die auf der Suche sind, und denen Freude zu bereiten, die bis in transpersonale Bereiche vorgedrungen sind".
Die Band hofft, dass ihrer schon er­reichten Popularität – durch regelmäßige Auftritte in Großbritannien und einer MySpace-Seite, auf welcher Songs und Videos zu finden sind – noch in diesem Jahr ihr Debütalbum Evolve or Die folgen wird. Und sollten ihre häufigen Zitate aus den Werken des integralen Philosophen Ken Wilber auf integrale Ohren stoßen, könnten sich die Jungs bald neben integralen Musikern wie Saul Williams, Stuart Davis, Ed Kowalczyk, und Kenji Williams an der Spitze einer Revolution in Musik, Kultur und dem Kosmos insgesamt wiederfinden.



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