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Einige Monate nach dem Spielstart erzählte er, dass er anfinge, „die Perspektive zu verlieren”. Er beschrieb, wie er sich von der „Welt” angezogen fühlte. „Es ist ein sehr attraktives
„Weißt du, es ist total verrückt,” fuhr er fort, „wenn ich montags, nachdem ich den ganzen Sonntag zusammen mit meinen Freunden mit spiritueller Praxis verbracht habe, zur Arbeit gehe, sagen meine Kollegen: ‚Du strahlst – was ist mit dir passiert?’ Und wenn ich dann antworte: ‚Ich bin glücklich!’ wissen sie nie, was sie sagen sollen.” 1986 wurde ich spiritueller Lehrer. Und ich wusste damals schon, dass ich niemals in der Lage sein würde, anderen wirklich dabei zu helfen, sich von den Fesseln der Unwissenheit, Selbstbezogenheit und Verhaftung zu befreien, wenn ich selbst in irgendeiner Weise an der Welt, oder dem was sie darstellt, hängen würde. Die Zeit verging und ich reiste um die Welt und verbreitete die Botschaft von der Befreiung im Hier und Jetzt. Viele, die Zeit mit mir verbrachten, entdeckten eine befreiende Tiefe und Klarheit, in der die Erfahrung von umfassender Freiheit nicht nur eine Idee, sondern lebendige Realität war. In jenen Tagen hätte ich nie gedacht, dass meine Zuhörer die Welt und was sie darstellt genauso aufgeben müssten wie ich. Damals war ich davon überzeugt, dass für die meisten die spirituelle Erfahrung genug sein würde. Mehr als genug sogar, um ihren Verstand von dem leeren Versprechen der Erfüllung zu befreien, mit dem die „Welt” uns alle – mit Ausnahme der wirklich Weisen – verlockt. Aber ich habe mich geirrt. Ich bemerkte, wie einer nach dem anderen, obwohl sie in der spirituellen Erfahrung erkannt hatten, dass tiefes und andauerndes Glück nur im Innern gefunden werden kann, immer wieder der verführerischen Illusion zum Opfer fielen, man könnte doch bleibendes Glück in der Welt finden. Obwohl sie erkannt hatten, dass die Verheißung der Welt reine Illusion und letztlich eine Fata Morgana ohne jegliche Substanz ist, waren die meisten letztendlich noch immer nicht fähig, ihrer mächtigen Faszination zu widerstehen. Da erst begriff ich, worüber so viele der größten Meister von Alters her gesprochen haben. Um frei zu sein, um in dieser Welt wirklich frei zu sein, müssen wir alles für diese Freiheit geben. Wenn es auch nur ein Jota weniger als alles ist, wird es nicht reichen. Denn die Macht des Verstandes ist überwältigend. Er kann in einem einzigen Augenblick ein ganzes Universum voll scheinbarer Bedeutung erschaffen, wo überhaupt keine existiert. Für uns alle gibt es nur einen Weg, uns vor der Versuchung durch die größte aller Illusionen zu schützen: Wir müssen sicher gehen, dass wir jede Angst und jedes Verlangen, die aus dem unlöschbaren Durst des Ego nach Macht entstehen, aufgegeben haben, dass wir ihnen entsagt oder sie überwunden haben. Nur wenn wir es bedingungslos auf uns nehmen nach Befreiung zu streben, wird es uns möglich werden, FREI zu sein. Frei bedeutet frei von Illusionen. Dann werden wir zum ersten Mal ohne Ablenkung, voller Anteilnahme, ganz in der Gegenwart, hier und jetzt in dieser Welt sein. Ein buddhistischer Lehrer wurde einmal gefragt, ob es wirklich nötig sei, der Welt zu entsagen, um frei zu sein. Seine Antwort lautete: „Sogar Buddha musste der Welt entsagen!” Wenn wir uns, wie Buddha, aufrichtig von den Fesseln der Unwissenheit, Selbstbezogenheit und Verhaftung befreien wollen, ist es immer gefährlich, die ungeheuer große Verheißung, die die Welt für das menschliche Ego darstellt, zu unterschätzen. In der Tat kann ihr so faszinierendes Wesen unseren kostbaren Wunsch nach Befreiung in einem einzigen Augenblick unter sich begraben. Wenn wir uns, so wie mein Schüler, bereits auf dem spirituellen Weg befinden und trotzdem noch nach Glück, Zufriedenheit und Erfüllung außerhalb unseres Selbst suchen, dann ist es unvermeidlich, dass uns die Welt, so wie ihn, schmerzlich in ihrer Faszination gefangen hält.
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