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Einleitung Durch die Jahrhunderte hindurch hat es immer wieder einzelne Personen gegeben, die in ihrem Herzen und Geist den Ruf gehört haben, die Welt aufzugeben, die eine Sehnsucht, einen inneren Anspruch verspürt haben, die Rollen und Belange der weltlichen Gesellschaft abzulegen und die Vorschriften und Erwartungen alltäglichen Lebens hinter sich zu lassen. Solche Individuen haben einen der radikalsten Schritte unternommen, die ein Mensch machen kann Welcher innerer Drang bewegt diese Männer und Frauen, einen solch mutigen und unkonventionellen Schritt zu tun? Was hat den Prinzen Siddharta, den späteren Buddha, tatsächlich dazu inspiriert, seiner Frau und seinem Kind Lebewohl zu sagen und das obdachlose Leben zu beginnen
Was ist „die Welt”, dieser Feind des spirituellen Pfads, den so viele religiöse Traditionen in ihren Schriften diffamiert haben? Für sie ist die „Welt” lediglich eine Metapher für die unerwünschten Bindungen und ungeschriebenen Regeln der Gesellschaft, die nur allzu oft auf die niedrigeren gemeinsamen Nenner des menschlichen Zustands eingestellt sind. Es ist die Welt des Materiellen, die Welt von Furcht und Gier, die Welt, die Erfüllung verheißt, aber zwangs läufig Enttäuschung und Leid bringt. Genau dieser allgegenwärtige Refrain unter der Oberfläche unserer Gesellschaft fordert immerzu: „Besitze mehr, konsumiere mehr, werde mehr, genieße den Trost und die Freuden der Sinne und sorge dich nicht um die Nöte der Seele.” „Kommt und betrachtet diese Welt, die wie ein königlicher Streitwagen glitzert,” sprach der Buddha zu seinen Anhängern. „Die Narren sind davon betört, aber die Weisen rühren sie nicht an.” Ganz ohne Zweifel war es der selbe Glanz, auf den sich Thomas Merton, der große katholische Denker, bezog, als er schrieb: „Wir müssen vor dem Untergang im großen Meer der Lügen und Leidenschaften bewahrt werden, das man ‚die Welt‘ nennt. Und vor allen Dingen müssen wir vor dem Abgrund der Verwirrung und Absurdität bewahrt werden, der unser eigenes weltliches Dasein ist. (…) der freie Sohn Gottes muss vor dem konformistischen Sklaveren der Fantasie, Leidenschaft und Konvention gerettet werden.” Natürlich gab es immer nur wenige, die sich dafür interessierten, der Welt zu entsagen, und heutzutage ist diese Haltung sogar noch seltener. Dennoch, wenn wir für einen Augenblick innehalten, ist es gar nicht schwer, mit dieser anziehenden Schlichtheit und außergewöhnlichen Tiefe in Berührung zu kommen, die nur möglich ist, wenn man ohne die ständig bedrückenden Sorgen der modernen Gesellschaft lebt. In der heutigen Welt, wo es bereits wie eine große Geste der Entsagung aussehen kann, nur einmal sein Handy für ein paar Stunden abzuschalten, scheint es tatsächlich ein wachsendes Verlangen nach einer immerhin zeitweiligen Atempause von der Hektik des Informationszeitalters zu geben. Die Popularität spiritueller Retreats nimmt stetig zu und aus den Klöstern hört man, dass es einen bedeutsamen Anstieg der Anfragen von Laien gibt, die sich in ihren schützenden Mauern für längere Zeit aufhalten wollen. Wäre es möglich, dass der Ruf nach Entsagung der Welt vielleicht dem spirituellen Pfad einfach irgendwie innewohnt? Historiker sprechen davon, dass das Feuer der Entsagung in spirituellen Männern und Frauen tatsächlich schon seit Beginn der menschlichen Zivilisation gebrannt hat, zumindest seit dem zweiten Jahrtausend v.Chr., als einsame HinduAsketen noch Sramanas genannt wurden Pater William McNamara hat die Berufung zu einem Leben der Entsagung schon sehr früh erfahren und verließ, als er gerade 13 Jahre alt war, seine Familie, um in ein Kloster einzutreten. Fünf Jahre später nahm er offiziell die Mönchsweihe der Karmeliter an, eines Klosterordens, der seinen Namen von den asketischen Eremiten erhielt, die im 12. Jahrhundert in den Hängen des KarmelBergs in Palästina lebten und zu dem auch solch verehrte Personen wie der Heilige Johannes vom Kreuz und die Heilige Teresa von Avila zählten. Von den Wüstenvätern, insbesondere vom heiligen Antonius, inspiriert, begab sich Pater McNamara bald zu den fernen Ausläufern der Wüste Arizonas, wo er ein kontemplatives Leben in Einsamkeit suchte. Seine Leidenschaft für das Eremitenleben blieb aber nicht lange sein Geheimnis, und bald schon kamen Männer und Frauen zu ihm, die von ihm Inspiration und Anleitung für den spirituellen Weg erbaten. 1960 wurde er zusammen mit einer seiner Schülerinnen, Mutter Tessa Bielecki, zum Mitbegründer eines neuen Zweiges des Karmeliterordens, dem Spiritual Life Institute. Gemeinsam bauten sie mehrere Einsiedeleien in den USA, Kanada und Irland auf. Pater McNamara ist Autor zahlreicher Bücher über das spirituelle Leben und eine führende Kapazität in der Erneuerungsbewegung der mystischen und kontemplativen Tradition im Katholizismus. Darüber hinaus ist er ein beredter und leidenschaftlicher Fürsprecher des Klosterlebens und der Entsagung. Pater William McNamara hat die Berufung zu einem Leben der Entsagung schon sehr früh erfahren und verließ, als er gerade 13 Jahre alt war, seine Familie, um in ein Kloster einzutreten. Fünf Jahre später nahm er offiziell die Mönchsweihe der Karmeliter an, eines Klosterordens, der seinen Namen von den asketischen Eremiten erhielt, die im 12. Jahrhundert in den Hängen des KarmelBergs in Palästina lebten und zu dem auch solch verehrte Personen wie der Heilige Johannes vom Kreuz und die Heilige Teresa von Avila zählten. Von den Wüstenvätern, insbesondere vom heiligen Antonius, inspiriert, begab sich Pater McNamara bald zu den fernen Ausläufern der Wüste Arizonas, wo er ein kontemplatives Leben in Einsamkeit suchte. Seine Leidenschaft für das Eremitenleben blieb aber nicht lange sein Geheimnis, und bald schon kamen Männer und Frauen zu ihm, die von ihm Inspiration und Anleitung für den spirituellen Weg erbaten. 1960 wurde er zusammen mit einer seiner Schülerinnen, Mutter Tessa Bielecki, zum Mitbegründer eines neuen Zweiges des Karmeliterordens, dem Spiritual Life Institute. Gemeinsam bauten sie mehrere Einsiedeleien in den USA, Kanada und Irland auf. Pater McNamara ist Autor zahlreicher Bücher über das spirituelle Leben und eine führende Kapazität in der Erneuerungsbewegung der mystischen und kontemplativen Tradition im Katholizismus. Darüber hinaus ist er ein beredter und leidenschaftlicher Fürsprecher des Klosterlebens und der Entsagung. Seine Heiligkeit Penor Rinpoche wurde 1932 in Kham, in der Wildnis des östlichen Tibets, geboren. Schon in sehr jungen Jahren wurde er als Tulku, die Reinkarnation eines kürzlich verstorbenen erleuchteten Meisters, anerkannt und nahm formell Zuflucht zu der buddhistischen Lehre, als er gerade mal vier Jahre alt war. Der junge Penor Rinpoche erhielt sein Training im berühmten PalyulKloster und wurde schließlich als 11. Thronfolger in der PalyulLinie in sein Amt eingeführt. Dadurch war er nun Oberhaupt von 400 Nebenklöstern und für Tausende von Mönchen unmittelbar verantwortlich. Die politischen Verhältnisse, verursacht durch die chinesische Invasion Tibets, veranlassten ihn 1958 im Alter von 26 Jahren, sein Heimatland zu verlassen und Zuflucht imsicheren Indien zu suchen. Seine Reise über den Himalaja war lange, gefährlich, und der Preis war hoch. Es dauerte drei Jahre, bis er an der nordöstlichen Grenze Indiens ankam. Von den 300 Mönchen und Laien, die mit ihm aufgebrochen waren, hatten nur 30 überlebt. Seit dieser Zeit arbeitet Penor Rinpoche unermüdlich dafür, die PalyulTradition zu bewahren und neu zu beleben. Er erwarb sich dabei außerordentlich hohe Anerkennung als einer der angesehensten und verehrtestn Lehrer des Tibetischen Buddhismus. Mit 67 Jahren ist er heute das höchste Oberhaupt der Nyingma Schule des Tibetischen Buddhismus, der ältesten der vier Schulen dieser alten Tradition, und wird von vielen als lebender Buddha verehrt. Er bereist die ganze Welt und erteilt heilige Lehren, Initiationen und gibt Retreats für seine tibetischen und westlichen Schüler, einschließlich der abertausend Mönche und Nonnen in seinen Klöstern, die er auf dem buddhistischen Weg der Entsagung unterweist.
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