Verstösst eine radikale Transformation gegen die ungeschriebenen Regeln und Gesetze der postmodernen spirituellen Kultur? Im folgenden Dialog zwischen Guru und Pandit nehmen Andrew Cohen, spiritueller Lehrer und Gründer von Was ist Erleuchtung?, und der integrale Philosoph Ken Wilber die zeitgenössische spirituelle Szene unter die Lupe und richten die Frage an uns, wie ernst wir es damit meinen, uns wirklich zu ändern. Denn Veränderung ist tatsächlich das Hauptmerkmal jener bahnbrechenden Spiritualität, der diese beiden Pioniere in unserer letzten Ausgabe, in welcher dieses neue WIE-Feature erstmals erschienen war,
nachgegangen sind. Sie waren beide zu der unkonventionellen und kühnen Überzeugung gekommen, dass sich Erleuchtung entwickelt. Sie diskutierten, wie die profunde spirituelle Erkenntnis der Nichtdualität der Einheit von Leere und Form einen ganz neuen Sinn erhält, seit wir wissen, dass sich die Welt der Form ständig ändert, immer komplexer wird, sich weiterentwickelt und zunehmend bewusster wird.
Wo also stehen wir nun hinsichtlich der Frage nach Veränderung tiefgreifender, radikaler, evolutionärer Veränderung? In diesem sehr persönlichen Dialog erzählt Andrew von den Erfahrungen mit seinen Schülern, von denen er stets verlangt, dass sie sich ändern, während Ken seinerseits eine prägnante Einschätzung der
gegenwärtigen spirituellen Szene gibt. Statt sich an der „Verschwörung der Mittelmäßigkeit” zu beteiligen, welche die postmoderne Spiritualität so verflacht hat, stellen sie eine spirituelle Transformation vor, die uns auffordert, aus der erleuchteten Perspektive heraus zu leben. Gemeinsam transformieren beide, der Guru und der Pandit, die spirituelle Transformation und eröffnen uns die Möglichkeit, nicht nur uns selbst zu ändern, sondern auch an der Evolution des globalen Bewusstseins teilzuhaben.



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