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Einleitung
Atmen Sie jetzt tief durch, um einen klaren Kopf zu bekommen, denn die Philosophie kommt aus der Mottenkiste hervor, schüttelt die Spinnweben des zwanzigsten Jahrhunderts ab und ist auf dem besten Weg, wieder „in” zu sein. Ja, das stimmt, willkommen bei der Revolution, oder zumindest bei der neuen Evolution, dieser alten Wissenschaft Yasuhiko Kimura, japanisch-amerikanischer Autor von Think Kosmically Act Globally, ist einer dieser neuen integralen Philosophen, und sein Werk weist viele Merkmale dieses gerade in Erscheinung tretenden Paradigmas auf. Er ist der Wissenschaft leidenschaftlich verbunden, aber auch tief in der spirituellen Dimension des Lebens verwurzelt, hat er doch viele Jahre als Zen-Priester in seiner Heimat Japan verbracht. Obwohl kein spiritueller Lehrer im traditionellen Sinne lehrt er doch und widmet sich einem breiten Spektrum von Bildungsaktivitäten, um transformatorisches Gedankengut in den Hauptstrom unserer Kultur einzubringen. Kimura kann selbst auf mehrere Forschungsgebiete zurückgreifen, ist aber auch offen dafür, die Ideen anderer zu integrieren. Ziel seines Schaffens, wie auch das vieler seiner Zeitgenossen, ist es vor allem, die Wirkmuster der Evolution in der menschlichen Spezies vorauszuahnen und sowohl die individuelle als auch unsere kollektive Transformation entlang der evolutionären Stufenleiter zu unterstützen. Natürlich ist es praktisch unmöglich, von der integralen Philosophie zu sprechen, ohne anerkennend darauf hinzuweisen, welche bedeutende Grundsteinlegung Ken Wilber mit seinem umfassenden, unschätzbaren Werk geleistet hat. Doch die steigende Flut von Ideen, welche die neuen Visionen vorantreibt Wenngleich eine evolutionäre Linie vom Walden Pond des neunzehnten Jahrhunderts [wo Thoreau einst lebte] über das Japan des zwanzigsten Jahrhunderts bis zum Kalifornien des einundzwanzigsten Jahrhunderts, wo Kimura jetzt lebt, wenig einleuchtend erscheint, so lässt sich das doch größtenteils auf den Einfluss eines ungewöhnlichen Buches zurückführen, das Kimura Anfang der neunziger Jahre gelesen und das seinen weiteren Lebensweg entscheidend verändert hat. Es hat den Titel: Walter Russel: Vielfalt im Einklang und erzählt die bemerkenswerte Lebensgeschichte des Walter Russel, eines Künstlers, Philosophen, Aktivisten und Mystikers des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, dessen Spiritualität, Ethik und radikale Ansichten über die Wissenschaft zutiefst im Einklang mit Kimuras eigener Erfahrung standen. Durch Russel erfuhr Kimura erstmals vom Wirken einer Organisation namens The Twilight Club. Der Twilight Club setzte sich ursprünglich, das heißt, im späten neunzehnten Jahrhundert, aus einer Reihe herausragender Persönlichkeiten zusammen, unter ihnen Emerson, Whitman, Oliver Wendell Holmes und Andrew Carnegie. Diese großen Männer hatten in der Gesellschaft ihres „goldenen Zeitalters” einen moralischen Verfall ausgemacht und sich daraufhin zusammengetan, um Wege für den Erhalt des spirituellen und ethischen Lebens einer Nation auszukundschaften, die sich an der rauen sozialen Wirklichkeit der Industriewirtschaft wund scheuerte. Viele zivilgesellschaftliche Gruppierungen, wie der Lion's Club, der Kiwanis Club, die Rotarier, die Pfadfinder, die Carnegie Libraries, und sogar Better Business Bureau, hatten ihren Ursprung im Twilight Club Heute leitet Kimura die Universität der Wissenschaft und Philosophie Der große evolutionäre Denker Alfred North Whitehead sagte einmal, dass die gesamte westliche Philosophie im Wesentlichen als eine Fußnote zu Plato angesehen werden kann. Doch weder Plato noch irgendein anderer Philosoph in der Geschichte musste sich mit der ungeheuren Größe und Komplexität von Problemen herumschlagen, mit denen unsere heutige Gesellschaft konfrontiert ist. Neue Zeiten erfordern neues Denken, wie es so schön heißt, und es gibt wenig Zweifel darüber, dass unsere Welt dringend einige Menschen mit klarem Blick und Weitsicht braucht, die fähig sind, die Komplexität zu durchschauen und eine höhere Ordnung inmitten des Chaos zu erkennen. Vielleicht ist für diese neuen Visionäre, deren philosophische Vorfahren einst Könige berieten, der große Augenblick gekommen, wo auch sie im Rampenlicht der Geschichte glänzen können. Doch bis es dazu kommt, muss sich zweifellos noch sehr viel ändern. Und es war eben diese Frage nach unserer Veränderung, die Frage, wie menschliche Wesen sich selbst individuell und kollektiv transformieren, die mich veranlasste, Kimura im vergangenen Juni für ein Interview ausfindig zu machen. Von seinem südkalifornischen Büro aus teilte er mir mit japanisch-weichem Akzent mit, was er in seinen Jahren als Priester, Lehrer, Wissenschaftler und Philosoph über die spirituelle Transformation und die Herausforderung zur Veränderung in Erfahrung gebracht hat.
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Wilber und Cohen untersuchen Die Evolution der Erleuchtung Evolutionärer Pionier Sri Aurobindo Kosmologe Brian Swimme beschreibt eine neue Geschichte des Universums "Was ist das Ego?" - Ein Bericht aus den Schützengräben | |