Your email address is kept confidential, and will never be
published, sold or given away without your explicit consent.
Thank you for joining our mailing list! Close |

|
|||||||||||||
|
Frühjahr/Sommer 1997 EINEN KORB VOLL DANKESCHÖN Einen Korb voll Dankeschön für die Zusendung Ihrer letzten Ausgabe über Wissenschaft und Erleuchtung. Ich habe jeden Artikel sehr interessiert gelesen. Die Interviews sind sowohl für Personen, die sich mit Materie, als auch für diejenigen, die sich mit Energie befassen, scharfsinnig und aufrüttelnd. Vimala Thakar Dalhousie, Indien BEI GENAUEM LESEN Herzlichen Glückwunsch zu Eurer Ausgabe über Wissenschaft (auch zu dem tollen Cover!). Es ist Euch großartig gelungen, ein sehr breites Spektrum abzudecken, wobei Ihr diametral entgegengesetzte Standpunkte aufeinander treffen laßt, ohne daß diese von ihrer Schärfe verloren haben. Es war zum Beispiel eine glänzende Idee, das Gespräch zwischen Fritjof Capra und E. F. Schumacher dieser ganz speziellen Selektion aus den Veröffentlichungen von Schumacher selbst gegenüberzustellen. Es gelang Euch auch, Amit Goswami gerecht zu werden (mit einiger Unterstützung durch die zweite Wortmeldung von Capra und mit der Rezension von Frank Tiplers The Physics of Immortality - Die Physik der Unsterblichkeit, Anm. d. Ü., der Ihr in ganz köstlicher Weise ein offenes Ende vorbehalten habt), wobei die Hegemonie der Physik mit den schweren philosophischen Geschützen von Huston Smith (unterstützt von einigen Meisterschüssen von Ken Wilber) und Rupert Sheldrakes ebenfalls sehr aussagekräftigem Statement, daß jede Wissenschaft, die nicht vom lebendigen Geschöpf ausgeht, nur eine Schattenwissenschaft ist, zum Schwanken gebracht wurde.. Ich bin im allgemeinen geneigt, der Kritik von Smith/Schumacher an dem Vorstoß Goswamis recht zu geben, bin mir aber auch bewußt, daß wenigstens einmal in der Geschichte der modernen Wissenschaft ein wirklich wichtiger Schritt gemacht wurde, indem ein Ansatz aus der Spiritualität genommen wurde - nämlich Faradays Erfindung der Feldtheorie, nachdem er festgestellt hatte, daß die physikalische Grundrealität Gottes Wesen reflektiert, da sie an jedem einzelnen Punkt in Raum und Zeit vorhanden ist. Das Problem mit Goswami ist derzeit, daß er, anders als Faraday, bisher noch nicht auf ausreichend prüfbares Material zurückgreift, damit festgestellt werden könnte, ob er der Wissenschaft etwas zu bieten hat, das nicht bereits von irgendeiner der tausend anderen Theorien geboten werden könnte, die wunderschöne umfassende Erklärungen zu bekannten Phänomenen geben, wobei auch gängige Paradoxa überwunden werden, indem sie das Bewußtsein als zusätzliche Variable in die Situationen mit einbeziehen. Rupert Sheldrake ist derselben Kritik zu unterziehen, insofern als die weitreichenderen Aspekte seiner neuen Feldtheorie betroffen sind, ihm kann derzeit jedoch verziehen werden, da er ein begeisterter Experimentierer ist (und darüber hinaus ein Bewunderer Faradays, wie ich mit Interesse Eurem Artikel entnehmen konnte) und da es momentan sein Hauptanliegen ist, experimentelle Beweise dafür zu bekommen, daß die allgemeine Idee eines Naturgesetzes eher eine Gewohnheit als ein mathematisch-juridisches Credo ist. Insgesamt gesehen war sein Beitrag für mich aus verschiedenen Gründen das wirkliche Kleinod des Heftes, und einen davon habe ich bereits genannt (seine Kritik an der Hegemonie des mathematisch/ abstrakten Ansatzes, der derzeit in der Wissenschaft dominiert, wobei er nicht von der Philosophie ausgeht wie Huston Smith, sondern von der Wissenschaft selbst, wie zu seiner Zeit Faraday). Ein weiterer Punkt ist sein sehr persönlicher Stil, in dem er uns berichtet, welche Bedeutung die einzelnen Themen tatsächlich in seinem Leben hatten. Der dritte und vielleicht wichtigste ist, daß es ihm gelingt, die Nessel zu fassen, daß, wenn Spiritualität und Wissenschaft sich nur auf der Ebene der Physik begegnen, es ihnen wunderbar gelingt, über die teuflischen Aspekte der Natur, die von jeder Spiritualität in Betracht gezogen werden müssen, schön hinwegzusegeln. Herzlichen Glückwunsch auch dazu, daß ein neues Licht auf die Beziehung zwischen Bohm und Krishnamurti geworfen wurde und auf das, was sie verschiedentlich durch einen Dialog zu erreichen versucht hatten. In der Tat ist das größte Kompliment, das ich Euch machen kann, daß What is Enlightenment? - und in ganz besonderer Weise diese Ausgabe - ein lebendiges Beispiel für etwas ist, was sie beide anstrebten, worin ein echter Austausch das bloße Argumentieren und die Auseinandersetzung übersteigt und man der Individualität wirklich gerecht wird. John Wren-Lewis School of Studies in Religion University of Sydney, Australien H. P. BLAVATSKY ÜBER DIE GRENZEN DER WISSENSCHAFT In meinem eigenen und im Namen der Vortragenden bei unserer Konferenz Theosophie/Wissenschaft, die vor einigen Wochen in Tekels Park, Surrey, stattgefunden hat, danke ich für die Zusendung der Zeitschrift Was ist Erleuchtung?. Um für mich selbst zu sprechen: ich fand sie überaus interessant und wertvoll. Unsere Arbeit hat ein gemeinsames Ziel, und ich möchte an dieser Stelle allen Euren Mitarbeitern unsere besten Wünsche senden. Vielleicht ist das folgende Zitat von H. P. Blavatsky interessant: Die offizielle Wissenschaft ist von allen Seiten her umgeben und abgeschirmt von Mysterien, an die man nicht herankommt und die für immer undurchdringlich sind. Warum ist das so? Einfach deshalb, weil sich die Natur- wissenschaft selbst dazu verurteilt hat, sich wie ein Hamster im Rad der Materie zu bewegen, das durch unsere fünf Sinne begrenzt ist. (Collected Writings, 1890) Und weiter: der Umstand, daß die Wissenschaftler andere Instrumente zur Erforschung der Mysterien der Natur außer denen auf der physischen Ebene nur zögerlich anerkennen und daß es in der Folge unmöglich sein könnte, das Phänomen korrekt zu betrachten, wenn man nur von einer einzigen Ebene ausgeht und nicht gleichzeitig solche Blickwinkel voll mit einbezieht, die andere Ebenen bieten. (Secret Doctrine, 1888) Harold Tarn The Blavatsky Trust, Tyneside, U.K. TRANSZENDENTALE PHYSIK Ich begann 1956 in der ersten Zeit meines Studiums als Physikstudent ernsthaft nach intellektuell und logisch erscheinenden Möglichkeiten zu suchen, um Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen zu finden, mit denen die Menschheit konfrontiert ist, wie: Was ist Wirklichkeit?, Was sind wir? oder Warum sind wir hier? Einige der Denker, die in Eurem Heft von Frühjahr / Sommer 1997 zu Wort kommen, wie zum Beispiel Ken Wilber, Huston Smith oder E. F. Schumacher, sagen, daß die moderne Wissenschaft nicht in der Lage ist, derartige Fragen zu beantworten oder sich auch nur mit ihnen zu beschäftigen. Ich stimme damit überein, daß sie es nicht konnte, aber ich bin nicht der Meinung, daß sie unfähig ist, diese Fragen zu beantworten. Die Wissenschaft kann, so wie sie ist, unsere wichtigsten Fragen nicht beantworten, aber das ist darauf zurückzuführen, daß wir von einigen simplifizierenden Annahmen ausgingen. Daher müssen wir die Wissenschaft dahingehend verändern und sie so ausstatten, daß sie solche Grundfragen beantworten kann. Das kann durch eine Veränderung der Grundannahmen geschehen im speziellen der Annahme, daß die Wirklichkeit unabhängig vom betrachtenden Subjekt existiert. Diese Annahme, die Grundannahme, die dem wissenschaftlichen Materialismus zugrunde liegt, kann nicht als wissenschaftliche Hypothese gesehen werden, da sie weder getestet, noch bewiesen oder widerlegt werden kann. Es gibt keine Möglichkeit, ohne Bewußtsein Wirklichkeit zu erforschen. Abgesehen davon haben wir nunmehr durch das Theorem von Bell und das Aspekt-Experiment die bestechende Gewißheit, daß diese Annahme schlicht und einfach falsch ist. Wir haben uns gefragt, ob Bewußtsein mit Begriffen von Materie und Energie zu erklären ist. Die Frage ist falsch gestellt. Wir müßten fragen: Können Materie und Energie mit Hilfe des Bewußtseins erklärt werden? Und die Antwort ist: ja, das ist möglich. Wenn die Annahme, daß es eine Realität unabhängig von Bewußtsein gibt, durch die Annahme ersetzt wird, daß Bewußtsein die Grundlage aller Realität ist, ergibt sich daraus ein völlig neues wissenschaftliches Paradigma. Amit Goswami bietet in seinem Buch The Self-Aware Universe sehr überzeugende Argumente für diesen Standpunkt als metaphysische Basis für ein neues wissenschaftlich idealistisches Paradigma, unterläßt es jedoch, den Beweis dafür zu erbringen. Ich habe kürzlich ein Buch veröffentlicht, Transcendental Physics, das einen Schritt weitergeht. Unter Verwendung des Grundprinzips der Quantenmechanik und einer mathematischen Methode auf Grundlage von G. Spencer Browns Laws of Form beweist die Logik der unendlich abwärtsgehenden Bewegung, daß Bewußtsein vor physischer Realität existiert haben muß und nicht umgekehrt. Edward Close Jackson, Missouri
|
|||||||||||||