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Es ist wirklich eine bemerkenswerte Tatsache, dass sich jetzt, am Beginn des 21. Jahrhunderts, Führungskräfte und Entscheidungsträger der Wirtschaft der zeitlosen spirituellen Wahrheit der Einheit hingeben. Und in dieser schwierigsten aller Zeiten tun sie das nicht nur für ihr persönliches Seelenheil, sie sehen in ihr die Quelle für eine neue, umfassendere Perspektive für das Engagement auf dem globalen Marktplatz. Zum ersten Mal hörte ich von diesem Phänomen vor ungefähr vier Jahren, als ein Freund zu mir sagte: “Die Wirtschaftsleute sind in Angst und Sorge, denn sie sind sich bewusst, dass die alten Denkgewohnheiten längst überholt sind, weil sich alles mit so rasant zunehmender Geschwindigkeit verändert. Sie widmen sich spirituellen Konzepten und Techniken als einer Art Bewältigungs- oder Anpassungsmechanismus, um in dieser ‚schönen neuen Welt' zu überleben.” Kürzlich, während einer Lehrreise nach Australien, wurde ich eingeladen, unter der Schirmherrschaft des australischen Instituts für Management und des Zentrums für integrale Führung einen Vortrag über “authentische Führung” zu halten. Die Zuhörerschaft bestand aus Wirtschaftsberatern, Managern, Führungskräften und Mitarbeitern des Gesundheitswesens–sogar ein Minister der Regierung war anwesend. Am Morgen hielt ich einen Vortrag über die Evolution des Bewusstseins, um so einen Kontext zu kreieren–den größtmöglichen überhaupt–, in dem man über die Bedeutung von Führung sprechen kann. Am Nachmittag sprach ich dann über authentische Führung, einen Begriff, der in alternativen Wirtschaftskreisen sehr in Mode gekommen ist. In dem Wissen, dass ich spiritueller Lehrer und kein professioneller Wirtschaftsberater bin, erinnerte mich mein Gastgeber vor dem zweiten Vortrag noch: “Andrew, bring bitte unbedingt auch etwas über authentische Führung ein.” Natürlich gibt es im Kontext der Erleuchtung keinen Unterschied zwischen dem, was es bedeutet, ein authentischer Führer zu sein, und dem, was es bedeutet, ein befreiter Mensch zu sein. Ich machte also klar, dass wir, wenn wir authentische Führer sein wollen, stets bereit sein müssen: allein zu stehenohne Angst zu leben heroisch zu handeln mehr als alles andere frei und wahrhaftig sein zu wollen bedingungslose Verantwortung für uns selbst zu übernehmen uns allem zu stellen und nichts zu vermeiden jederzeit eine unpersönliche Sichtweise zu haben für einen höheren Zweck zu leben* Als ich langsam, aber leidenschaftlich diese Punkte durchging, konnte ich spüren, wie sich die Atmosphäre im Raum veränderte und die offenherzige Aufnahmebereitschaft für meinen Vortrag am Morgen sich in Schläfrigkeit, Trägheit, Unbehagen und sogar Angst verwandelte. Dann, aus heiterem Himmel, stand mein Gastgeber plötzlich auf und sagte: “Lassen Sie uns eine kurze Pause machen!” Es war eine verwirrende Erfahrung für mich, diesen Vortrag zu halten, denn je länger ich über authentische Führung sprach, desto kraftvoller spürte ich, wie sich diese Botschaft durch mich ausdrückte, und je mehr dies geschah, desto größer war auch das Empfi nden von Trägheit, Widerstand und Desinteresse im Raum. Als wir uns dann nach der kurzen Pause wieder versammelten, waren die Angst und die Trägheit verschwunden. Aber zugleich war auch diese spürbare Wahrnehmung evolutionärer Spannung fort, die da gewesen war, als wir alle–wenn auch nur für ganz kurze Augenblicke–einen flüchtigen Einblick dessen erhielten, was es bedeutet, ein authentischer Führer zu sein. Der Gedanke, führen zu können, mag eine sehr anziehende Vorstellung für das Ego sein, aber was es wirklich impliziert, ein authentischer Führer zu sein, erfüllt das Ego mit Todesangst. Es bedeutet den Tod des Ego. Warum? Weil es bedeutet, dass uns tatsächlich so sehr an einem höheren Zweck, einem höheren Prinzip, einem höheren Ziel gelegen ist, dass wir bereit sind, zum Wohle dessen, wonach wir streben, die wichtigsten Opfer zu bringen. Es bedeutet: Wir sorgen uns so leidenschaftlich darum, dass auch andere dieses Ziel erreichen, dass wir ohne zu zögern unseren eigenen Seelenfrieden, unsere Bequemlichkeit und Sicherheit aufgeben, damit es ihnen gelingt. Es heißt wirklich, dass wir keine Wahl mehr haben, denn wir haben ohne jeden Zweifel erkannt, dass es von jetzt an auf uns ankommt. Wir haben das ‚Eine-ohne-ein-Zweites' erkannt. Wir haben erkannt, dass es keinen Anderen gibt und nie gegeben haben könnte. Was so interessant ist an authentischer Führung, ist genau diese Einsicht: Wenn wir angekommen sind, gibt es kein Zurück. Wir sind mit dem Schicksal eins geworden. *Basierend auf den fünf grundlegenden Lehrsätzen der Evolutionären Erleuchtung. Eine ausführliche Erklärung dieser Lehrsätze finden Sie unter andrewcohen.org/teachings
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