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Über Evolution, Ego, und warum wir keine Zeit haben, im "Hier und Jetzt" zu sein Es ist wohl nicht nötig zu erwähnen, dass viele der bedeutendsten Fortschritte der Menschheit von einzelnen, kreativen Menschen erzielt wurden – von Männern und Frauen, die angetrieben von Notwendigkeit, Genie oder göttlicher Inspiration, über die Begrenzungen des Status Quo hinausgegangen sind, um der Welt etwas Neues zu geben. Wahrscheinlich weniger bekannt sind die kulturellen Fortschritte, die durch eine kreative Zusammenarbeit zweier Menschen erreicht wurden – Verbündeter oder Kollegen, die, getrieben von einer gemeinsamen Leidenschaft, die Welt zum Besseren zu verändern, die Grenzen des Gewohnten, Sicheren und Bekannten herausforderten. Heutzutage sind vielleicht der spirituelle Lehrer (und Gründer von What Is Enlightenment?) Andrew Cohen und der spirituelle Philosoph Ken Wilber – der Guru und der Pandit* – dabei, solch ein Team zu werden, indem sie zusammen eine Landkarte für das Terrain der Bewusstseinsentwicklung entwerfen. Wie eine spirituelle Verschmelzung der Entdecker der DNA Watson & Crick und und den Abenteurern Lewis & Clark, die als Erste den nordamerikanischen Kontinent durchquerten, versuchen diese zeitgenössischen Pioniere, die Tiefenstrukturen der menschlichen Natur zu erkennen während sie sich dabei fortwährend in noch unerforschtes Gelände vorwagen. Ihre in den letzten Jahren in dieser Zeitschrift veröffentlichten Dialoge vereinigen die Tiefe von Cohens Erfahrung als Lehrer der Erleuchtung mit Wilbers weit reichendem theoretischen Wissen, und gemeinsam haben der Guru und der Pandit versucht, neue Wege im großen Bereich des menschlichen Potenzials zu erkunden. Daher war es eine spannende Begegnung als Cohen und Wilber vergangenen Herbst erstmals gemeinsam öffentlich an einem sonnigen Nachmittag in Denver, Colorado miteinander diskutierten. Die Bedeutung dieser Veranstaltung war mir wohl bewusster als vielen anderen, da ich Wilbers Schriften studiert hatte und Gründungsmitglied des Integralen Institutes war, bevor ich Schüler von Cohen und Redakteur von WIE wurde. Doch mir wurde aus den vielen Gesprächen hinterher – einschließlich denen mit Mitgliedern des Integralen Institutes, Unterstützern und Freunden – klar, dass alle von dem, was an diesem Nachmittag geschah, berührt waren. In einem bis auf den letzten Platz gefüllten Konferenzraum kamen wir in den Genuss einer Entdeckungsreise in das erwachte Bewusstsein und die Zukunft der Spiritualität, die alles andere als abstrakt war. Schließlich war dies nicht nur ein Gespräch zwischen Cohen und Wilber, sondern ein intensiver Dialog, der jeden mit einschloß und den Anwesenden die Gelegenheit gab ihnen alle erdenklichen Fragen zu stellen: über das Problem des Egos, den Zweck der Meditation, die Natur des erleuchteten Zustandes und das Risiko der Hingabe des eigenen Lebens an den evolutionären Impuls. Wir freuen uns, ihnen auf den folgenden Seiten einige der Gedanken anregenden Höhepunkte dieses beinahe dreistündigen Events präsentieren zu können. Tom Huston * In Sanskrit bedeutet Pandit einen in spiritueller Weisheit tief verwurzelten und erfahrenen Gelehrten.
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