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Wer Ist Ajja?


Eine Begegnung mit dem Absoluten
von Andrew Cohen
 

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Interview

Ajja: Wir sollten uns einander zuerst vorstellen, um eine Basis für Verstehen und Harmonie zu schaffen. Dann können wir mit unserem Gespräch beginnen. Nur dann wird dieses Gespräch sinnvoll sein. Andernfalls bleiben die Worte nichts als Worte. Als wir uns neulich trafen, beschrieben Sie die Erfahrung ihres Erwachens, aber die anderen Leute hier waren damals nicht dabei; könnten Sie es bitte noch einmal beschreiben?

Andrew Cohen:
Ich war sechzehn.

Ajja:
Wer war sechzehn?

AC:
Das Individuum, der junge Mann, der davon überzeugt war, dass es ein Problem gab, dass etwas nicht in Ordnung war.

Ajja:
Sie können weitersprechen.

AC:
Plötzlich öffneten sich die Tore der Wahrnehmung. Es war so, als wären die Mauern des Raumes verschwunden und als wäre da plötzlich unendlicher Raum. Und dieser unendliche Raum war voller Energie. Und diese Energie besaß Bewusstsein, sie war sich ihrer selbst bewusst.

Ajja:
Und das, was Sie jetzt sind - ist das dieses Gewahrsein selbst?

AC:
Ja..

Ajja:
Also meinen Sie nicht diesen Körper, wenn Sie sagen „Ich“. Das Gewahrsein, das sie damals erfuhren, ist das das „Ich“, das Sie auch jetzt spüren?

AC:
Ja, es ist dasselbe.

Ajja:
Es ist nicht dieser Körper?

AC:
Es gibt nur ein „Ich“.

Ajja:
Und was geschah danach?

AC:
Dann erkannte ich, dass diese Energie, die sich ihrer selbst bewusst war, Intelligenz besaß - da war Intelligenz - und dass ihr Wesen Liebe war. Unerträgliche Liebe. Beängstigend heftige Liebe. Und es wurde auch deutlich, dass alles das, was im manifesten Universum existiert, von derselben Substanz war, nämlich dieses Bewusstein. Und es wurde mir dabei klar, dass jeder Punkt im Raum genau derselbe Punkt war wie jeder andere. Wir sind zum Beispiel jetzt hier in diesem Zimmer. Wir sind gerade aus Prashanti gekommen. Davor war ich in Europa. Davor war ich in Amerika. All das scheinen verschiedene Orte zu sein, aber das, was ich in jenem Moment erkannte, war, dass jeder Ort, wo auch immer ich hätte sein können, derselbe Punkt ist, buchstäblich und tatsächlich. Und dann waren da auch Tränen, aber ich habe nicht geweint. Und meine Kehle schloss und öffnete sich.
Schließlich wurde diese Erfahrung schwächer. Aber dann, sechs Jahre später, als ich zweiundzwanzig war, begann ich wieder nach dieser Erfahrung zu suchen, denn wenn ich in der Zwischenzeit auch das Gefühl hatte, dass sie sehr weit von mir weg war, wusste ich doch, dass sie die realste Erfahrung meines Lebens gewesen war. Ich begann
Sadhana (spirituelle Praxis) zu machen, hatte mehrere Erfahrungen und war bei vielen verschiedenen Lehrern. Und als ich dann schließlich meinen letzten Lehrer traf, erzählte ich ihm davon. Im Laufe der Jahre hatte ich vielen Menschen von dieser Erfahrung erzählt, und sie hatten nie gewusst, was sie dazu sagen sollten, als ich es aber ihm erzählte, sagte er: „Dann hast du alles erfahren.“ Und als er das sagte, begann es zurückzukommen. Dann erlebte ich mehrere Wochen lang diese überwältigende Liebe und die Hitze und das Brennen. Nachdem das geschehen war, stellte ich fest, dass ich spontan über das Absolute sprach - ich konnte nichts dagegen tun; ich begann davon zu sprechen, und dann kam es in den Raum. Und mein Körper füllte sich mit Glückseligkeit, und andere Menschen spürten diese Glückseligkeit und wurden in die Erfahrung hineingezogen.

Ajja:
Was ist Ihr augenblicklicher Zustand?

AC:
Das ist die Erfahrung, die ich jetzt habe. Es geschieht, wenn ich Vorträge halte, wenn ich über das Absolute spreche. Dann kommt diese Erfahrung, und wenn ich aufhöre, davon zu sprechen, dann gehe ich wieder in einen etwas normaleren Zustand. Aber der Unterschied ist jetzt, dass ich keinen Zweifel mehr habe - die Beschäftigung mit mir selbst und die Sorgen sind verschwunden -, und diese Liebe, der ich damals begegnet bin, ist mein ganzes Leben.

Ajja:
Zuerst war „Ich“ ein eingeschränktes „Ich“. Später begann es sich auszudehnen, und dann erreichten Sie einen Zustand, wo es weder Raum noch Zeit gibt, sogar jenseits von Emotionen. Darin werden „Du“ und „Ich“ eins das höchste Göttliche. Wir gebrauchen nur das Wort „Ich“. Alles, was in diesem Körper ist, dafür sagen wir „Ich“ als eine einfache Beschreibung. Wir sagen, das bin „Ich“, aber ich bin nichts. Ich bin nicht der Körper. Ich bin nicht einmal eine Energie. Das, was wirklich existiert, ist das Es, das seinem Wesen nach Licht ist, sein Wesen ist Satya (die letztendliche Wirklichkeit). Es ist Wahrheit, es ist Glückseligkeit, es ist Frieden, und das ist das wirkliche Sein.
Wer ist diese Energie, diese Kraft? Was ist die Quelle davon? Wer bin ich? Was ist meine Quelle? Ich bin diese Energie. Ich bin diese Kraft, die meine Quelle ist. Wenn ich mich also auf die Suche mache nach der Quelle dieses „Ich“, dann erreiche ich diese Erleuchtung meines Selbsts. Dann erhebt sich diese Energie, die in diesem Körper existiert, die diesen Körper bewohnt, auch selbst aus dieser Erleuchtung des Selbsts. Und sie besitzt alle Eigenschaften und das Wesen von diesem Es. Wenn ich das also weiß, beginne ich mich zu entwickeln. Dieses „Ich“ beginnt sich zu entwickeln, um „Es“ selbst zu werden. Das ist sein Wesen. Die totale Expansion ist sein natürliches Wesen.
Was ist also dieses „Ich“, das wir „Ich“ nannten? Dieser Körper ist nicht „Ich“. Derjenige, der den Körper bewohnt, ist das wahre „Ich“. Diese Kraft, diese Shakti, ist Ich. Wenn ein Mensch in diesen selbst-erleuchteten Zustand gelangt und erkennt, dass das sein wahres Wesen ist, dann wird er auch feststellen, dass es ihn mit den Eigenschaften der Erleuchtung, nämlich Ausdehnung und Mitgefühl, versehen hat. Das individuelle Selbst ist eins mit Dem geworden. Alles, was er um sich herum sieht, woher kommt es? Es ist klar, dass es immer aus dem Inneren kommt; in jedem Moment scheint es einfach aus dem Inneren zu entspringen. So sieht die ganze uns umgebende Welt für eine verwirklichte Seele aus.
Alles ist aus diesem „Ich“ entstanden. Die wichtigsten Antworten, wie entstehen sie? Es ist nicht so, dass sie irgendwo niedergeschrieben worden wären. Diese Antworten sind einfach gekommen. Nicht aus dem individuellen Selbst, sondern aus diesem Zustand sind sie gekommen. Es gibt also kein kleines Selbst! Es taucht einfach nur spontan auf.
Was ist also für die individuelle Seele, die die totale Befreiung anstrebt, der einfachste und direkteste Weg zur Befreiung aus dem Zyklus von Geburt und Tod? Die Antwort auf diese Frage kommt dann, wenn der Verstand ganz still geworden ist. Daher sind nicht meine Worte wichtig. Wir müssen diese Antworten selbst finden, und das können wir nur dann, wenn wir unseren Verstand zur Ruhe bringen. Jeder von uns hat die Fähigkeit, diese Antworten zu finden, denn jede Frage hat eine Antwort in der Stille. Wenn der Verstand einen Zustand der Ruhe erreicht hat, dann kommt die Antwort. Das geschieht nicht in ein, zwei Tagen, aber es ist absolut sicher, dass wir die Antwort in der Stille finden werden.

AC:
Ich verstehe Sie also so, dass es dann, wenn der Verstand ruhig ist, kein Problem gibt, und dass es daher auch nicht notwendig ist, nach einer Lösung zu suchen. Ich hätte aber doch einige Fragen, die ich Ihnen gerne stellen würde, um der vielen Menschen willen, die das hier lesen werden.

Ajja:
Egal, welche Fragen Sie stellen, die Antwort, die hier herauskommt, ist: „Bringe den Verstand zur Ruhe.“ Zuerst muss der Verstand auf sich selbst konzentriert werden. Wenn Sie dann noch immer eine perfekte Antwort brauchen, dann ist mein Leben selbst die Antwort. Wenn Sie sehen, wie ich handle, können Sie es verstehen, können Sie Es verwirklichen. Das ist meine Botschaft. Das ist meine Antwort.

AC:
Darf ich Ihnen trotzdem eine Frage stellen? Es ist eine gute Frage.

Ajja:
Wenn ich eine Antwort gebe, dann sollte das auch zu etwas nütze sein. Worauf es ankommt, ist das Handeln. Wenn die Botschaft überbracht worden ist, werden die Menschen sie dann auch in die Tat umsetzen?

AC:
Eben darauf bezieht sich meine Frage: Was ist die Beziehung zwischen Nicht-Existenz und Handeln in Raum und Zeit?

Ajja:
Man verliert seine Existenz durch Erkenntnis und Handeln. Durch diese beiden wird man frei. Dann ist man selbst ein Jivan Mukta (ein Befreiter). Aber wenn dieses „Ich“ weg ist, was bleibt dann? Wo ist dann die Frage?

AC:
Aber drückt nicht der Jnani (das selbstverwirklichte Individuum), der Jivan Mukta, auch wenn er frei ist, noch immer etwas durch sein Handeln aus?

Ajja:
Ich habe nicht das Bewusstsein, „Ich bin ein Jnani“oder „Ich bin ein Jivan Mukta Ich habe gar nichts. Wenn das „Ich“ verschwunden ist, dann entsteht im Bewusstsein nicht einmal das Gefühl von „Ich“. Es ist total weg. Für einen Jnani stellt sich also diese Frage nicht einmal. Wenn von Denken gar nicht die Rede ist, dann findet kein normales Alltagshandeln statt. Unsere Gedanken haben sich in Kontemplation verwandelt. Dann werden unsere routinemäßigen Interaktionen im Alltag spirituell. So wird dann die normale Routine selbst zum spirituellen Leben. Das ist dann an und für sich das yogische Leben. Das ist an und für sich göttliches Leben.

AC:
Es gibt da ein Mysterium, das mich nicht loslässt. Aus nichts wurde etwas; es ist buchstäblich der Beginn von allem. So ist es auch beim Jivan Mukta: er ist nichts, er ist in nichts. Und doch entsteht aus nichts etwas: Worte, Handlungen usw. Darüber würde ich gerne mehr wissen.

Ajja:
Ich habe bereits beschrieben, wie die Alltagshandlungen selbst in spirituelle Handlungen verwandelt werden können. Wenn ein Mensch, der mit Alltagshandlungen und -pflichten befasst ist, diese Absicht hat, dann verändert er sich. In dem Maße, in dem er auf dem Pfad der Entwicklung voranschreitet, durch Kontemplation über den Gedanken „Wer bin ich?“ - wer ist diese individuelle Seele? - findet er vollständige Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod, auch wenn er noch in diesem Körper ist. Er wird das Selbst an sich, und das Selbst ist absolute Freiheit. Das ist wahre Freiheit. Diese Verwirklichung ist der Sinn der menschlichen Geburt. Nur aus diesem einzigen Grund wird eine menschliche Geburt genommen. Wenn dieser Zweck erfüllt ist, dann ist unser Leben erfüllt. Es ist ein Zustand, der keine weitere Geburt mehr nach sich zieht. Es ist ein Leben frei von Dualität und jenseits des Todes. Das kann überall auf der Welt geschehen. Das gilt für die gesamte Menschheit. Wenn die gesamte Menschheit das versteht und in die Tat umsetzt, wo ist dann die Frage?

AC:
Es wird keinen Unterschied zwischen Leben und Tod geben.

Ajja:
Ja. Nur wo es Geburt gibt, kann es Tod geben. Wo ist da die Geburt? Wir denken: „Ich bin dieser Körper. Alle Sinnesobjekte, die mit dem Körper in Beziehung stehen, gehören mir. Mit einem so eingeschränkten Empfinden wird ein Mensch, der in Handlung verstrickt ist und die Freuden und Leiden erlebt, die aus diesem Handeln entstehen, immer wieder in dieser Welt geboren werden. Seine Leben gehen also gemäß seinen Handlungen weiter. Das ist das Geheimnis von Geburt, Leben und Tod. Wenn das individuelle Selbst aber von den Banden der Handlungen und auch von der Bindung durch seinen Körper befreit ist, dann wird es eins mit dem höchsten Selbst. Wenn das Individuum durch Kontemplation über die Frage „Wer bin ich?“ frei von Karma wird, dann entwickelt es sich, es wird selbst das aus sich heraus strahlende Höchste. Das an sich ist das Selbst. Das an sich ist Glückseligkeit. Das an sich ist Satya, die letztendliche Realität. Das an sich ist Leben. Das an sich ist Selbstverwirklichung.
Selbstverwirklichung ist also für das Wohl des Ganzen. Sie verheißt Glück und Gutes für das gesamte Universum. Das ist der Sinn des menschlichen Lebens. Wenn wir das Geheimnis verstehen, das darin liegt, werden wir wirklich die Beziehung zwischen der individuellen Seele, der höchsten Seele und dem Universum verstehen. Der einzelne Mensch ist Teil des Kosmos. Dieser Körper, dieses „Ich“, ist nichts anderes als ein Mikrokosmos dieses makrokosmischen Universums. Wenn wir die Mikro-Ebene verstehen, dann müssen wir notwendigerweise auch das Makro-Universum verstehen. Jeder, der hier sucht, muss notwendigerweise dorthin kommen, denn diese Individualität ist Teil von Dem. Und es enthält auch alles. Alle Geheimnisse von Dem enthält es auch. Durch das Erforschen des Individuums - sogar des Atoms - kann die Grundlage des gesamten Universums verstanden werden.
Wie wird diese Freiheit verwirklicht? Allein durch Handeln kommt Verwirklichung. Das ist Jnana, das ist Freiheit, das ist Moksha (Befreiung). Wir müssen verstehen, wie wir durch Handeln diesen Zustand erreichen können. Welche Art der Handlung wird uns dabei helfen, Befreiung zu finden? Das Singen von Gottes Namen, Kontemplation, Hingabe, Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, unverhaftetes Handeln. Ein Mensch, der in seiner Lebensspanne die Selbsterkenntnis in Handlung umsetzen kann, verdient es, diesen erhabenen glückseligen Zustand zu verwirklichen. Nicht nur das, er wird Glückseligkeit an sich. „Wer bin ich? Was ist das Geheimnis meines Lebens, meiner Geburt?“ Wenn er das versteht, wenn er das durch seine Suche verwirklicht, auch wenn er mit Handlungen und Pflichten beschäftigt ist, dann gelangt er zu seiner ursprünglichen Natur, die Glückseligkeit ist. Also wird er durch Handeln transformiert.

AC:
Wenn Sie über Karma Yoga sprechen, über das ungebundene Handeln, meinen Sie dann spezifisch die spirituelle Praxis? Oder jede Form von ungebundenem Handeln?

Ajja:
Jede Handlung, die als Pflicht ausgeführt wird, ohne Erwartung eines Ergebnisses. Jede Handlung verwandelt sich in Pflicht, wenn sie ohne Erwartungen und Selbstsucht ausgeführt wird. Das führt zu einem Zustand, in dem es keine Emotionen mehr gibt. Man handelt, aber man tut nicht. Es herrscht nicht das Gefühl: „Ich tue etwas.“ Was ist mit diesem „Ich“ geschehen?
Diese Entwicklung erfolgt schrittweise. Sie geschieht nicht plötzlich. Sie muss verschiedene Phasen durchmachen. Auf jeden Fall ist allerdings auch der elementarste Zustand von Glückseligkeit bereits Glückseligkeit. Das Wesen von Glückseligkeit ist Glückseligkeit an sich. Glückseligkeit an sich ist das Wesen von Glückseligkeit. Glückseligkeit ist Glückseligkeit an sich. Glückseligkeit ist Glückseligkeit. Diese Glückseligkeit ist ewige Wirklichkeit. Diese Glückseligkeit ist ewige Wahrheit. Diese Glückseligkeit, die ewige Wirklichkeit ist, ist die ewige Glückseligkeit. Das ist höchste Glückseligkeit. Das ist die Glückseligkeit Brahmans (des Absoluten). Und das an sich ist Ananda (spirituelle Glückseligkeit). Da gibt es nichts - keinen Zustand. Erfahrungen und Worte reichen dort nicht hin. Das wahre Wesen des individuellen Selbst an und für sich ist diese Glückseligkeit. Und der einfachste und kürzeste Weg ist es, immer in Sahaja (im natürlichen Zustand) zu verweilen, der unser ursprüngliches Wesen ist.
Es könnte sich die Frage stellen: „Wo ist diese Glückseligkeit?“ Diese Glückseligkeit ist hier und jetzt, stets gegenwärtig. Wenn dieser Jivatma (das individuelle Selbst) abgeworfen worden ist, dann ist diese Glückseligkeit da, sie existiert bereits. Die individuelle Seele ist durch Handlungen gefesselt, das Höchste aber nicht. Es gibt für das Selbst auch keine Geburt. Gehen wir also über diese dualistische Welt des Handelns hinaus, entwickeln wir uns und erreichen den Paramatma (das höchste Selbst).
Für all das ist Meditation der Ausgangspunkt. Zu Beginn sollte man sitzen. Man sollte diese innere Vorbereitung haben. Man sollte sich disziplinieren. Aber es genügt nicht, nur zu sitzen. Nicht nur der Körper muss sitzen; auch der Verstand muss sitzen. Der Verstand sollte nicht umherwandern. Solange der Verstand nicht beherrscht wird, gibt es keine Meditation. Es ist das Wandern des Verstandes selbst, das die Welt ausmacht.

AC:
Ja. Der Verstand ist die Welt.

Ajja:
Der Verstand muss also zuerst ruhig werden. Der Verstand wandert herum, und das muss aufhören. Durch Meditation richtet sich der Geist nach innen. Und das sollte nicht nur in der Meditation so sein, sondern auch inmitten von Aktivität.
Nichts von dem, was wir in dieser Welt für real halten, ist es auch tatsächlich. Wenn diese Welt für dich unwirklich wird, dann enthüllt sich die wahre Wirklichkeit. Das ist der Anfang. Da erkennen wir, dass es keinen Tod gibt, dass es kein Leben gibt, dass es nur die Existenz gibt. Früher oder später muss jeder von uns sterben. Aber ich meine nicht den Tod dieses Körpers. Es gibt eine andere Art von Tod - einen Tod, aus dem es keine Wiedergeburt gibt. Wenn das stirbt, was immer wieder zur Reinkarnation zurückkommt, dann ist das der wirkliche Tod - so wie in meinem Fall, wo alle Erfahrungen vergangen sind. Nun, hier in diesem Zustand, gibt es gar nichts.

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