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Einleitung
Englers Reise auf dem Pfad der Kontemplation begann im Alter von sechzehn Jahren, als er Der Berg der sieben Stufen las, die Autobiographie Thomas Mertons. Das war der Beginn eines langen, abenteuerlichen und gewundenen Weges, der ihn von der University of Notre Dame in Benediktiner- und Trappistenklöster in Europa und dann zu Thomas Mertons Kloster in Kentucky führte. Nachdem Merton ihm massiv davon abgeraten hatte, seiner Neigung zum mönchischen Leben nachzugehen, absolvierte Engler ein Noviziat mit der Absicht, als Kaplan und Professor an einer Universität tätig zu werden. In England und Deutschland setzte er sein akademisches Studium fort und machte seinen Abschluss in Theologie. Dann ging er als Doktorand nach Oxford und führte Bibelstudien durch. Auf seiner persönlichen, intellektuellen und akademischen Suche geriet er jedoch in eine Sackgasse, und er erlebte etwas, das er als „persönliche Krise” bezeichnete Ist es zutreffend, dass buddhistische Meditation und westliche Psychotherapie gemeinsam darauf hinarbeiten, den verschiedenen Ebenen des Selbst, aus denen sich der Mensch zusammensetzt, Befreiung zu bringen, wie es transpersonale Therapeuten wie Jack Engler behaupten? Stimmt es, dass „persönliche Fragen” im persönlicheren Rahmen einer Therapie angesprochen werden müssen, während die tieferen Dimensionen des Loslassens auf dem Meditationskissen stattfinden? Ist es richtig, dass Erleuchtungserfahrungen das Selbst gewöhnlich nicht von den Auswirkungen traumatischer Erfahrungen in der Kindheit oder von der Bindung an die persönlichen und grundlegenden narzisstischen Tendenzen befreien? Haben die transpersonalen Therapeuten Recht mit ihrer Behauptung, dass zwischen einer Psychologie, die sich um die Heilung des Ego bemüht, und einer spirituellen Lehre, die uns darin bestärkt, das Ego völlig aufzugeben, kein fundamentaler Widerspruch besteht? Ich freute mich darauf, den Mann zu treffen, der gesagt hatte: „Wir müssen erst jemand sein, bevor wir niemand sein können.” Seit langer Zeit fragte ich mich nämlich, ob diese Äußerung wirklich zutraf. War es denn wirklich so, dass wir erst jemand sein müssen, bevor wir niemand sein können? Liegen die transpersonalen Therapeuten richtig, wenn sie sagen, dass man ein starkes Ego, ein starkes Gefühl von sich selbst haben muss, bevor man die Art von Selbstvertrauen besitzt, die erforderlich ist, um den mysteriösen Sprung ins Unbekannte zu wagen? Meine eigene Erfahrung als spiritueller Lehrer hat mir ausnahmslos gezeigt, dass jeder Raum für die endlosen Bedürfnisse, Ängste und Frustrationen des narzisstischen Ego in einer spirituellen Suche, deren Ziel und Rahmen Erleuchtung ist, nur zu einem einzigen Ergebnis führen kann: etwas mit Luft, Wasser und Nahrung zu versorgen, das in der spirituellen Erfahrung als völlig irreal erkannt wird. Ich war neugierig darauf zu erfahren, warum transpersonale Therapeuten scheinbar nie auf eine so eindeutige Weise zwischen Schwarz und Weiß unterschieden. Englers Behauptung ist heutzutage in den meisten spirituellen Kreisen wie eine Binsenweisheit akzeptiert. Deswegen stellt sich mir die Frage, ob seine Worte vielleicht manchmal von Lehrern, Schülern und Therapeuten gleichermaßen dazu verwendet werden, die möglicherweise überwältigenden Auswirkungen des Schritts über das Ego hinaus zu vermeiden, der unerlässlich ist, um unmittelbar zu erfahren, was Erleuchtung wirklich ist. Zunächst jedoch musste ich Jack Engler die Frage stellen, wie er aus seiner Perspektive als Psychotherapeut und als Vertreter buddhistischer Erleuchtungslehren denn das Ego definiert.
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