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Je tiefer ich nach den Wurzeln unserer globalen Umweltkrise forsche, umso mehr bin ich davon überzeugt, dass sie die äußere Manifestation einer inneren Krise ist, die Die Erde im Gleichgewicht Das Jahr 2002. Fünfundsechzig Millionen Jahre nach dem Tag, als sich ein unberechenbarer Asteroid in die Erdoberfläche rammte und auf einen Schlag fünfundachtzig Prozent des Lebens auf dem Planeten auslöschte. Jenes Ereignis markiert das Ende der Dinosaurier und den Anfang des Känozoikums, einer Ära, die später einen Primaten mit aufrechtem Gang namens Homo sapiens hervorbringen sollte. Und jetzt, vierzigtausend Jahre nachdem der Homo sapiens auf der Bühne erschienen ist, behaupten Wissenschaftler aus der ganzen Welt, dass diese Primaten mit dem aufrechten Gang Zu Beginn dieses dritten Jahrtausends gibt es kaum einen Zweifel, dass dieser von der Sonne aus gesehen dritte Felsbrocken, den wir unser Zuhause nennen, zumindest ökologisch, bessere Zeiten gesehen hat. Mit der zunehmenden Bedrohung durch globale Erwärmung, schnelle Abnahme der Artenvielfalt, sich verringernde Reserven fossiler Brennstoffe, massive Entwaldung, ungehemmte Umweltverschmutzung und die zahlreichen anderen Umweltprobleme, ist die fragile Biosphäre des Planeten Erde in einen regelrechten Belagerungszustand geraten. Doch damit hören die Herausforderungen noch nicht auf. Sechstausend verschiedene Zivilisationen auf der ganzen Welt erleben einen Wirbelsturm der Globalisierung Bei Fragen von dieser überwältigenden Größe und Tragweite wächst die Erkenntnis, dass wir heute an einem Scheideweg stehen, an einem kritischen Punkt in der Geschichte unserer Evolution. In der Tat behaupten viele, dass die Entscheidungen, die wir in den nächsten paar Jahrzehnten treffen, eine Auswirkung auf Hunderte, wenn nicht Tausende von Jahren haben werden. Wo sollen wir daher nach einer Vision suchen, die uns zu mehr Verständnis, zu einer Antwort auf diese Krise verhelfen kann? Wo ist die Vision, die im umfassendsten Sinne des Wortes wirklich global ist Im ganzen Land und überall in der Welt scheint eine neue Bewegung im Gange zu sein. Von der spirituellen Ökologie eines Thomas Berry bis zur integralen Sichtweise eines Ken Wilber; von der Erforschung des höheren menschlichen Potentials durch das Institute of Noetic Sciences bis hin zu einer Bewegung, die eine freiwillige Einfachheit propagiert, wie sie von Duane Elgin initiiert wurde; von Gorbatschows State of the World Forum zu einer „Politik des Sinns” eines Michael Lerner; vom Weltfriedensgipfel der Vereinten Nationen anlässlich des Millenniums bis zu dem in jüngster Zeit wieder zusammengekommenen Parlament der Weltreligionen: Hier bahnt sich eine ungewöhnliche Mischung von Spirituellem und Sozialem ihren Weg in die Angelegenheiten der Welt. Es ist das Bestreben dieser geistigen Pioniere, das Schicksal dieses Experiments, das unser menschliches Leben ist, nicht allein jenen Disziplinen zu überlassen, die mit ihren Vorgehensweisen die Lage der Menschheit nicht auf ganzer Linie erfassen können. Und sie sind sich einig in der Überzeugung, dass nur eine Vision von der Dimension einer spirituellen Perspektive an den Kern dieser facettenreichen Krise vorzudringen vermag. Aber was bedeutet es bei den Problemen der modernen Gesellschaft wirklich, der Spiritualität Geltung zu verschaffen? Wenn es stimmt, dass in der Menschheitsgeschichte die spirituelle Erleuchtung fast durchweg als letztendliche Lösung für das Individuum angesehen wurde, was bedeutet das dann für die Verantwortung des Einzelnen, die eigene Spezies zu retten oder die Lebenssysteme des Planeten zu schützen? Wie der Öko-Theologe Thomas Berry in seinem Buch „The Great Work” aufzeigt, wurden die großen Weisheitstraditionen der Vergangenheit und die geistigen Werte, die aus ihren Lehren erwachsen sind, in einer Welt geformt und gestaltet, die mit derartigen globalen Problemen, wie wir sie heute haben, nie zu kämpfen hatte. Die Frage ist daher: Kann Erleuchtung nicht nur das Individuum, sondern darüber hinaus auch die Welt retten? Und wenn das so ist, was bedeutet das in Hinsicht auf die Natur des spirituellen Weges, jetzt, an diesem Punkt unserer evolutionären Geschichte? Das sind einige der Fragen, mit denen unsere Recherchen für diese Ausgabe von Was ist Erleuchtung? begannen. Und wie immer nahmen wir zunächst unser eigenes Leben in genaueren Augenschein. Bei unserer Entscheidung, dem spirituellen Ruf zu folgen, waren wir Obwohl wir am Ende doch nicht alles zurückließen, um in die Regenwälder zu ziehen, machten wir immerhin die Entdeckung, wie beunruhigend es sein kann, seine eigene spirituelle Reise in den Zusammenhang einer Weltkrise zu stellen, insbesondere einer von einem Ausmaß, mit dem wir heute konfrontiert sind. In dieser Ausgabe unseres Magazins haben wir mit Persönlichkeiten gesprochen, die unserer Erwartung nach einerseits auf die Frage, wie Erleuchtung die Welt retten kann, eine Antwort geben und andererseits zu der ebenso wichtigen Frage nach der Bedeutung und Wichtigkeit von Erleuchtung in einer Welt, die Rettung braucht, würden Stellung nehmen können. Und in der Tat, jeder einzelne von ihnen hat, wie auf den folgenden Seiten zu lesen ist, entscheidende Fragen zum Wesen des spirituellen Weges am derzeitigen Stand unserer geschichtlichen Entwicklung untersucht; und viele von ihnen sind zu unerwarteten und sehr herausfordernden Schlüssen gekommen. Sie vermitteln uns Einsichten aus Wissenschaft und Technik, aus der Evolutionstheorie und aus den spirituellen Traditionen von Vergangenheit und Gegenwart, und aus ihrem eigenen Mitgefühl heraus
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